Liebe Schachfreundinnen und Schachfreunde,

ich danke Euch für das Erscheinen zur diesjährigen Jahreshauptversammlung und wünsche eine ruhige und erfolgreiche Veranstaltung.

Einleitung

Wir hatten den Termin für unsere Jahreshauptversammlung auf den Mittwoch gelegt, weil wir damit den Mittwoch als den neuen zweiten Trainingstag stark ins Interesse der Mitglieder rücken wollten.

Nun ist es aber geschehen, dass sowohl unserem Kassenwart, Ingo, als auch mir berufliche Erfordernisse kurzfristig dazwischengekommen sind, die so leid es mir tut, es zu sagen, eine höhere Priorität haben.

Darum wird die Jahreshauptversammlung vom Spielleiter Alexander Scholz als meinen Vertreter und dem Jugendwart Jörg Lorenz heute alleine bestritten.

Ich bitte dies zu entschuldigen!

Da die Bereiche Spielbetrieb, Jugendarbeit und Kasse eigene Berichte abgeben, werde ich mich kurz auf die Themen konzentrieren, die dort nicht abgedeckt sind.

Punkt 1 - Mitarbeit in übergeordneten Verbänden & Gremien

Die Schachabteilung wirkt im Gesamtvorstand der TSG Oberschöneweide mit. Lothar Oettel als 2. Vorsitzender der Gesamt-TSG ist direkt im Vorstand eingebunden und ich als Vertreter der Schachabteilung im erweiterten Vorstand. Darüber hinaus betreut Alexander Scholz die Webseite der TSG und arbeitet dabei mit den anderen Fachabteilungen zusammen.
Die Arbeit der Schachabteilung insbesondere die quantitativen Erfolge in Form neuer Mitglieder/innen und der qualitative Erfolg (Erreichen sportlicher Ziele) genießen hohe Wertschätzung.
Die Jugendarbeit vom Schach und der Tischtennis-Abteilung hilft der Gesamt-TSG die Mitgliederstruktur zu verjüngen und zu stabilisieren.

Darüber hinaus engagiert sich unser Verein im Berliner Schachverband, der als übergeordnete Landesorganisation den Spielbetrieb organisiert und die Interessen des Berliner Schachs im Deutschen Schachbund und gegenüber dem Senat vertritt.

Hervorheben möchte ich hier den Einsatz von Ralf Reiser, der auf dem vergangenen Verbandstag des Berliner Schachverbandes für die Übernahme der Funktion des Schulschach-Referenten kandidierte und gewählt wurde. Lothar Oettel als Internationaler Schiedsrichter begleitet wie in den vergangenen Jahren beim Berliner Schachverband und beim Deutschen Schachbund die Durchführung von Meisterschaften und Turnieren.
Unser Verein unterstützt den Berliner Schachverband durch die Bereitstellung von Räumen (z.B. Berliner Senioren-Einzelmeisterschaft) und die Durchführung von Schachturnieren (Schnellschach-Grandprix).

Punkt 2 – Spielbetrieb

Alexander Scholz wird es sicherlich in seinem Bericht anreißen, aber ich möchte das Thema selbst erwähnen, weil es existentiell für unseren BMM-Spielbetrieb ist.

Der Berliner Schachverband schreibt für die Durchführung eines regulären BMM-Spielbetriebes den Einsatz von Schiedsrichtern bei der Mannschaft mit Heimrecht vor. Dies kann ein Schiedsrichter für alle zu Hause spielenden Mannschaften sein, der dann nicht mitspielt, ansonsten hat jede Mannschaft einen ausgebildeten Schiedsrichter zu benennen. In der vor uns liegenden Saison werden wir den Spielbetrieb noch organisiert bekommen, aber zum Jahresende laufen Schiedsrichterlizenzen aus.
Die Ausbildung zum BMM-Schiedsrichter ist nicht schwer und ein wenig Regelkunde und Erfahrung im Umgang mit elektronischen Uhren, denke ich, hat noch niemanden geschadet. Wer also Interesse am sonntäglichen Schach hat, aber nicht unbedingt selbst spielen will, dem sei die Aufgabe als Schiedsrichter ans Herz gelegt. Ich sage nur: 9 Heimspiele! Und wenn sich zwei oder drei finden, ist die Belastung auch überschaubar.

Ein wichtiger Aspekt eines ordentlichen BMM-Kampfes ist ordentliches Spielmaterial. An dieser Stelle meinen Dank an Siegfried Witte, der sich seit dem vergangenen Herbst um unser Spielmaterial kümmert.

Punkt 3 – Mitglieder und Finanzen

In den zurückliegenden 12 Monaten sind 7 Mitglieder (überwiegend Erwachsene) ausgetreten und 15 Mitglieder davon 3 Erwachsene eingetreten. Aktuell haben wir 80 Mitglieder.

Ohne dem Bericht von Ingo vorzugreifen, kann man wohl sagen, dass sich die Schachabteilung der TSG finanziell ganz gut schlägt. Dabei wirkt sich die seit 2 Jahren positive Mitgliederbilanz vor allem im Jugendbereich aus.

Der Berliner Schachverband kämpft seit Jahren mit höheren Preisen für seinen Geschäfts- und Spielbetrieb. Viele Jahre wurde der Verband von den Mitgliedern angehalten, seine Rücklagen aufzubrauchen, bevor Beitragserhöhungen diskutiert und beschlossen werden können. Dieser Punkt (der Verbrauch aller Rücklagen) wird in diesem Jahr erreicht. Aus diesem Grunde hat der Verbandstag, die Mitgliederversammlung des Berliner Schachverbandes einer Erhöhung der Beitragssätze zugestimmt. Die Erhöhung gilt ab dem kommenden Jahr und wird auch unmittelbar Auswirkungen auf die Finanzsituation unserer Schachabteilung haben.

Als Verein mit einer erfolgreichen Jugendarbeit können wir höhere Einnahmen verzeichnen, sehen uns aber auch mit höheren Kosten konfrontiert, denn wollen wir ein attraktiver Schachverein sein, kommen wir nicht umhin unsere Kinder und Jugendlichen bei der Teilnahme an regionalen und überregionalen Meisterschaft zu unterstützen. Auch das am vergangenen Wochenende durchgeführte Trainingslager ist ein MUSS, trägt wesentlich zur Bindung der Kinder und Jugendlichen untereinander und an den Verein bei. Natürlich tragen die Familien der Kinder einen großen Teil der Kosten selbst, dennoch bleibt eine Finanzierungslücke, die wir als Schachabteilung oder die TSG oder der Berliner Schachverband schließen sollten. Zur Finanzsituation des Berliner Schachverbandes habe ich gerade schon ausgeführt, dort wird eher mit einem Rückgang zu rechnen sein. Die TSG als Gesamtverein unterstützt uns hin und wieder.

Es gäbe noch eine dritte Möglichkeit Fremdmittel zu organisieren.
Die öffentliche Hand, sprich das Bezirksamt und der Senat, unterstützen auf vielfältige Weise Kinder- und Jugendaktivitäten. Diese müssen jedoch in der Regel auf den Einzelfall bezogen beantragt und abgerechnet werden. Wichtig ist es hierbei die Fördertöpfe zu kennen. Sollte sich jemand dafür engagieren wollen, so spreche sie/er mich bitte an. Die Unterstützung, um die Anträge stichhaltig zu begründen und später abzurechnen, gewähre ich gerne.

Lange Rede kurzer Antrag:
Im Vorstand haben wir uns deshalb dafür entschieden, Euch um eine moderate Anpassung der Mitgliedsbeiträge zu bitten.

Die Vollzahler, welche aktuell monatlich 11 Euro zahlen, sollen künftig monatlich einen Euro mehr bezahlen (12 Euro). Für Kinder soll der Beitragssatz einheitlich auf 8 Euro angehoben werden.

Im Namen des Vorstandes und unserer Kinder und Jugendliche danke ich für Eure wohlwollende Diskussion und hoffe auf eine entsprechende Beschlussfassung.

Punkt 4 – Vorstandsarbeit

An dieser Stelle möchte ich mich einmal mehr bei allen ehrenamtlich engagierten Mitgliedern und Eltern in unserem Verein ausdrücklich bedanken! Ohne die zahlreiche ehrenamtliche Bereitschaft sich über das normale Maß hinaus für den Verein einsetzen, wäre der Schachverein nicht so erfolgreich.

Ich weiß, dass diese Anerkennung im Alltag häufig zu kurz kommt.
Und ich weiß leider auch, dass dies mir hin und wieder im Umgang mit Mitgliedern und ehrenamtlich Engagierten geschieht, was ich außerordentlich bedauere und in keinem Fall Ausdruck der persönlichen Wertschätzung ist. Manchmal will es mir nicht gelingen meine Sinne auf die Wünsche und Belange der Mitglieder einzustellen, obgleich Freitagabend mein interessantester „Nebenjob“ beginnt.

In der vergangenen Saison haben wir die Herausforderung gehabt einen Teil der Mitglieder der Schachunion bei uns aufnehmen zu dürfen.
Für sein Engagement während des Wechsels, bei uns im Verein und auch im Berliner Schachverband danke ich an dieser Stelle Ralf Reiser.

Ich danke allen Trainern, Eltern und Turnierbegleitern, Schulschach-AG-Betreuern für Ihre verantwortungsvolle und zeitintensive Mitarbeit in unserem Kinder- und Jugendbereich.

Ich danke den Mannschaftsleitern in der BMM, die sich jede Runde aufs Neue engagieren, die beste Mannschaft ans Brett zu bekommen.

Danke, Siggi, dass Du unser Material in Ordnung hältst bzw. gegen die Unordnung ankämpfst.

Vielen Dank an alle Sponsoren der Schachabteilung, die uns mit Ihren großen und kleinen Spenden unterstützen.

Mein großer Dank gilt Alexander, Ingo und insbesondere Dir, Jörg, für Eure Mitarbeit im Schachvorstand!

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!

Kai-Uwe Melchert


S5 Cup, Strausberg 2015
S5 Cup, Strausberg 2015

Kommende Termine

06.10.2017 / 19:00 Uhr
TSG-Blitz
08.10.2017 / 11:00 Uhr
OLNO
15.10.2017 / 09:00 Uhr
BMM
20.10.2017 / 18:30 Uhr
TSG-Rapid
22.10.2017 / 11:00 Uhr
OLNO
12.11.2017 / 11:00 Uhr
OLNO
19.11.2017 / 09:00 Uhr
BMM
03.12.2017 / 09:00 Uhr
BMM
10.12.2017 / 11:00 Uhr
OLNO
17.12.2017 / 09:00 Uhr
BMM